
Rund 400 Menschen planen bei SPIEGLTEC Anlagen, in denen später Medikamente und Chemikalien entstehen. Der Hauptsitz liegt in Brixlegg im Tiroler Unterland, dazu kommen sechzehn weitere Standorte in Österreich, Deutschland und der Schweiz. Geplant wird nicht nur: Das Unternehmen kauft die Komponenten ein, leitet die Baustelle und führt am Ende die Qualifizierung durch, mit der eine Produktionsanlage behördlich abgenommen wird. Gegründet wurde die Firma 1998 als technisches Büro für Maschinenbau.
SPIEGLTEC arbeitet als Generalplaner. Der Kunde beschreibt, was er künftig produzieren will, und bekommt ein Team, das den ganzen Weg dorthin verantwortet. Verfahrenstechnikerinnen rechnen aus, wie ein Prozess im Industriemaßstab funktioniert, Automatisierungsingenieure programmieren die Steuerung dazu, und Spezialisten für Reinraumlüftung sorgen dafür, dass die Luft im Produktionsbereich die geforderte Qualität hält. Am Schluss steht die Validierung, also der regulatorisch streng geregelte Nachweis, dass die Anlage genau das tut, was sie tun soll. Die Auftraggeber kommen aus Pharma, Chemie und Life Science, zunehmend auch aus der nachhaltigen Energieerzeugung.
Gewachsen ist das Unternehmen zuletzt kräftig. Der ORF berichtete im Juni 2024 über den Zubau am Hauptsitz: 1.900 Quadratmeter zusätzlich, rund 130 neue Arbeitsplätze, und einen Umsatz, der von 36 auf 48 Millionen Euro gestiegen war. Damals zählte SPIEGLTEC 300 Beschäftigte, im April 2025 waren es 350, im Juli 2026 rund 400 an 17 Standorten. Für 2026 hat die Geschäftsführung angekündigt, die Belegschaft in Deutschland nahezu zu verdoppeln und einen weiteren Schweizer Standort zu eröffnen.
Zur Gruppe gehören mehrere Töchter. SPT proXima baut modulare Prozesseinheiten und Skids, IMOSI im thüringischen Ichtershausen fertigt und montiert Apparate, UNISON kam 2024 für das Detail Engineering dazu. Ein Projekt lässt sich hier also über die reine Planung hinaus bis in die Werkstatt verfolgen. Wie sich die rund 400 Beschäftigten auf die einzelnen Gesellschaften verteilen, weist das Unternehmen öffentlich allerdings nicht aus.
Die Büros liegen nahe bei den Kunden, sieben davon in Deutschland und drei in der Schweiz. Für Bewerberinnen und Bewerber heißt das: Wer nach Wien, Wels, Penzberg oder Basel will, muss dafür nicht den Arbeitgeber wechseln. Stellen werden vor Ort, hybrid und im Homeoffice ausgeschrieben. Die Karriereseite nennt flexible Arbeitszeiten, ein Mentoring durch erfahrene Kolleginnen und Kollegen sowie ein strukturiertes Onboarding mit festen Ansprechpartnern, dazu Zuschüsse für Essen, Öffi-Tickets und Bike-Leasing. Führung ist ausdrücklich nicht der einzige Weg nach oben: Das Unternehmen beschreibt daneben einen Expertenpfad in technisch anspruchsvollen Projekten. Einsteigen kann man auch über eine Lehre oder ein duales Studium. Im Sommer 2026 waren 18 Stellen offen, von der Projektleitung in der Automatisierungs- und MSR-Technik über 3D-Konstruktion und Qualifizierung bis in die Buchhaltung.
Niederfeldweg 9a
6230 Brixlegg
Österreich