
In Hallein bei Salzburg werden Maschinen gebaut, mit denen andere Unternehmen ihre Bauteile fertigen. Seit 1947. Rund 800 Menschen arbeiten heute für EMCO, gut 390 davon am Stammsitz im Tennengau (Stand 2024), die übrigen an weiteren Produktionsstandorten und in eigenen Vertriebsgesellschaften von den USA bis China.
EMCO entwickelt und baut CNC-Drehmaschinen, Fräsmaschinen, Bearbeitungszentren und komplette automatisierte Fertigungszellen. Die Kunden sitzen im Automobilbau, im Werkzeug- und Formenbau und im allgemeinen Maschinenbau. Klingt technisch, ist es auch: Wer eine Antriebswelle oder ein Metallgehäuse in Serie braucht, kommt an solchen Maschinen nicht vorbei. Die Fertigungstiefe am Standort Hallein ist hoch. Geschweißt und pulverbeschichtet wird im eigenen Haus, den Werkzeugbau gibt es ebenfalls vor Ort.
Entsprechend breit sind die Berufsbilder. In der Fertigung arbeiten Metalltechniker und Maschinenbauer an den Bauteilen und an der Montage nach Konstruktionsplan, in der Elektronikfertigung bauen Mechatroniker und Elektrotechniker die Steuerungen von Siemens und Fanuc in die Maschinen ein. Dazu kommen Konstruktion, Einkauf, Vertrieb und Verwaltung, und darüber Linien- und Teamleiter, die die Fertigungsaufträge durch die Abteilungen steuern. Wer technisch einsteigen will, muss nicht fertig ausgebildet sein: Rund 30 Lehrlinge bildet EMCO in Hallein aus, in fünf Lehrberufen, die von Metalltechnik und Mechatronik bis zur Applikationsentwicklung reichen. Der Start erfolgt in der betriebseigenen Lehrwerkstätte, danach geht es mit einem individuellen Ausbildungsplan durch die Fachabteilungen. Auch die Lehre mit Matura ist möglich. Nach eigenen Angaben zählt sich das Unternehmen zu den fünf größten Lehrbetrieben Salzburgs.
Seit Dezember 2011 gehört EMCO zur familiengeführten Kuhn Holding mit Sitz im Salzburger Land. Die Gruppe kommt laut Firmenangaben auf rund 1.600 Mitarbeitende, sechs Produktionsstandorte, 52 Niederlassungen und 649 Millionen Euro Jahresumsatz. Für Beschäftigte heißt das vor allem eines: einen Eigentümer mit langem Atem statt wechselnder Finanzinvestoren. International ist die Arbeit ohnehin. EMCO unterhält eigene Vertriebs- und Tochtergesellschaften in Europa, Nordamerika und Asien, und das Unternehmen nennt Auslandseinsätze bei den Töchtern in den USA, Italien und Tschechien ausdrücklich als Möglichkeit für die eigenen Leute. Für Leistungsträger gibt es zudem ein internes Talenteprogramm.
Wie sich die 800 Beschäftigten genau auf die einzelnen Standorte verteilen, veröffentlicht EMCO nicht im Detail; offene Stellen laufen über das eigene Jobportal. Was öffentlich nachvollziehbar ist: Den Namen EMCO tragen diese Maschinen seit 1947, und gebaut werden sie nach wie vor in Österreich und Italien.
Salzburger Straße 80
5400 Hallein
Österreich