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Raiffeisen Bank International AG hat aktuell 17 offene Jobs in Wien, darunter Student Job - Application Development & Operations und Studentenjob - Specialized Lending Execution.
18,8 Millionen Kundinnen und Kunden führen ihr Konto bei einer Bank der RBI-Gruppe, die meisten davon nicht in Österreich, sondern in Zentral- und Osteuropa. Gesteuert wird dieses Netz aus einem Haus am Wiener Stadtpark, in dem über 3.700 Menschen aus mehr als 75 Nationen arbeiten. Wer hier anfängt, arbeitet fast zwangsläufig über Grenzen hinweg: elf eigene Tochterbanken in CEE, dazu Filialen und Repräsentanzen in insgesamt 23 Ländern.
Das Geschäft hat zwei Seiten. In Österreich ist die Raiffeisen Bank International vor allem für Unternehmen da. Sie finanziert Exportgeschäfte, wickelt den Zahlungsverkehr großer Firmenkunden ab und begleitet sie bei Anleiheemissionen und Übernahmen. In Zentral- und Osteuropa gehören der Gruppe dagegen eigene Vollbanken, bei denen auch Privatpersonen ihr Gehaltskonto führen und den Kredit fürs Eigenheim aufnehmen. Rund 42.000 Mitarbeitende und etwa 1.300 Geschäftsstellen gehören zu diesem Verbund, die Bilanzsumme lag Ende Juni 2026 bei 205 Milliarden Euro.
Die Geschichte in der Region beginnt 1986 in Ungarn, drei Jahre vor dem Fall des Eisernen Vorhangs. Aus dieser frühen Entscheidung sind rund vier Jahrzehnte Marktkenntnis in Ländern geworden, in denen westeuropäische Banken meist erst viel später Fuß gefasst haben. Seit 2005 notiert die Aktie an der Wiener Börse. Die Mehrheit von gut 61 Prozent halten weiterhin die österreichischen Raiffeisen-Landesbanken, der Rest ist Streubesitz. Als bedeutendes Institut steht das Haus unter Aufsicht der Europäischen Zentralbank und der österreichischen Finanzmarktaufsicht. Im ersten Halbjahr 2026 erzielte die Gruppe ohne Russland ein Konzernergebnis von 708 Millionen Euro, ein Viertel mehr als im Vorjahreszeitraum, und arbeitet parallel an der Integration zugekaufter Banken in Südosteuropa und Rumänien.
Gesucht wird in Wien quer durch das Haus. Entwicklerinnen, Datenanalysten und Produktverantwortliche bauen an den Plattformen, über die Zahlungen und Wertpapiergeschäfte von 18,8 Millionen Kunden laufen. Daneben stehen die klassischen Bankberufe: Im Risikomanagement wird durchgerechnet, was ein Firmenkredit in Rumänien oder Kroatien kosten darf, in Compliance und Recht prüfen Spezialistinnen Regulatorik und Verdachtsfälle. Studierende steigen über Praktika und Teilzeitstellen ein und können Arbeit und Studium nebeneinander laufen lassen, Absolventinnen und Absolventen über Traineeprogramme und Junior-Positionen. Weil die Gruppe in zwölf Märkten gleichzeitig unterwegs ist, sind Projekte über Ländergrenzen hinweg Alltag statt Ausnahme, und Englisch ist im Haus ebenso gebräuchlich wie Deutsch.
Gearbeitet wird mit flexiblen Zeiten und anteilig von zu Hause. Wer Kinder hat, bekommt einen Zuschuss zur Betreuung, dazu kommen Gesundheitsangebote und ein Zuschuss zum Öffi-Ticket. Wie sich die rund 42.000 Beschäftigten der Gruppe im Detail auf die einzelnen Länder verteilen, weist die Bank öffentlich nicht auf, für die Zentrale in Wien nennt sie über 3.700. An der Spitze steht seit 1. Juli 2026 Michael Höllerer, der zuvor Finanzvorstand des Hauses war und mehrere Tochterbanken in Osteuropa geführt hat.
